Format der Veranstaltung: Vortrag
Referent*innen/aktive Hauptperson(en): Dr. Stephan Linck, Studienleiter für Erinnerungskultur und Gedenkstättenarbeit, Evangelische Akademie der Nordkirche
Veranstaltungsort: Pinneberg Gemeindehaus, Bahnhofstraße 2b
Datum und Uhrzeit: 3. April, 19:00 – 21:00 Uhr
Eintritt: –
Anmeldung: –
Veranstalter: Ev.-Luth. Christus-Kirchengemeinde Pinneberg
Das Erinnern an Söhne, Väter, Brüder, die in Kriegen als Soldaten gestorben sind, ist selten von reiner Trauer bestimmt. Ihr Tod wird als Heldentod für das Vaterland verklärt. Die Sinnstiftung ist meist national und christlich verbrämt. Gerade nach der Niederlage des Ersten Weltkrieges wurde der Heldentod für Deutschland als Auftrag an die jüngere Generation gedeutet, die Schmach der Niederlage rückgängig zu machen. An vielen Orten zeigt sich, dass die Trauer um die männlichen Angehörigen, die im Krieg ums Leben kamen, benutzt wurde, um eine Propaganda für eine revanchistische Politik zu machen. Kriegerdenkmäler wurden zu programmatischen Orten der antidemokratischen Rechten.